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28. Deutscher Tierärztetag

Startdatum: 13. September

Enddatum: 14. September

Veranstalter: Bundestierärztekammer

Ort: Dresden

Beschreibung: 

In drei Arbeitskreisen werden am 13. und 14. September beim 28. Deutschen Tierärztetag in Dresden wieder zuvor festgelegte Themen diskutiert und richtungsweisende Forderungen an die Politik und den Berufsstand formuliert. Über diese Forderungen soll auf der Hauptversammlung des Tierärztetages abgestimmt werden. Zum Arbeitskreis „Nutztierarztpraxis 2030“ stellt die Bundestierärztekammer (BTK) fest, dass die Nutztierhaltung heutzutage von hohen Leistungssteigerungen gekennzeichnet sei, die sowohl auf einem gesteigerten Leistungsvermögen der Tiere als auch auf der Intensivierung der Haltungsverfahren beruhten. Beides führe zu sich wandelnden Krankheitsbildern und neuen Produktionskrankheiten. Überdies stellten zunehmend spezialisierte und qualifizierte Tierhalter mit einer Vielzahl von Daten hohe Ansprüche an die Qualifikation tierärztlicher Betreuung und Beratung, die dadurch ebenfalls eine Spezialisierung erfahren würden, so die BTK. Gleichzeitig kämen auf den landwirtschaftlichen Betrieben vermehrt Fremdarbeitskräfte zum Einsatz, die teilweise wenig fachspezifisch qualifiziert seien, aber die Pflege der Tiere vollverantwortlich übernähmen. Der wirtschaftliche Druck zwinge zur stetigen Rationalisierung der Betriebsabläufe bei einem tendenziell abnehmenden Wert des Einzeltieres, was die Therapieoptionen gegenüber prophylaktischen Maßnahmen in den Hintergrund treten lasse. Die BTK weist ferner drauf hin, dass von Seiten der Milch- und Fleischwirtschaft die Anforderungen an Sicherheit und Qualität der Rohprodukte stiegen, aber auch an die Produktionsprozesse im Sinne von Tiergesundheit und Tierschutz. Der Einfluss der vertikalen Integration der Produktionsstufen steige in den verschiedenen Bereichen unterschiedlich schnell und bestimme zunehmend das Handeln der beteiligten Tierärzte. Im Bereich der öffentlichen Aufgaben seien hingegen viele Betätigungsfelder der Veterinäre zurückgegangen, betont die Tierärztekammer. Die Tierseuchensanierung und die ambulante Fleischuntersuchung spielten kaum noch eine Rolle, während die Verantwortung für die Lebensmittelsicherheit in der Tierhaltung an Bedeutung gewonnen habe. Insgesamt habe die gesellschaftliche Akzeptanz der Nutztierhaltung abgenommen, und Tierärzte würden vor allem im Kontext von Arzneimittelsicherheit und Tierschutz wahrgenommen, im negativen wie auch im positiven Sinne.